Cluster-Kopfschmerz

Der sogenannte " Cluster-Kopfschmerz  " geht mit sehr heftigen Schmerzattacken einher. Die Schmerzen werden nur auf einer Gesichtshälfte empfunden, am Stärksten um die Augen und Schläfen, PatientInnen beschreiben sie oft als „glühendes Messer“, das in den Schädel gerammt wird. Sehr häufig kommt es auch zu einer einseitig rinnenden Nase oder einseitigen Augenrötung en.

Die Schmerzattacken dauern 15 Minuten bis drei Stunden und können in einem Zeitraum von Wochen oder Monaten gehäuft auf, werden schließlich seltener und klingen völlig ab, ehe Monate oder Jahre später eine neuerlich Schmerzperiode einsetzt.

Vom Cluster-Kopfschmerzen sind mehr Männer als Frauen betroffen. Mögliche Auslöser sind Alkohol, Histamin und Nitroglycerin, das in bestimmten Herzmedikamenten enthalten ist. Diese Substanzen lösen allerdings nur in den Schmerzperioden eine Attacke aus, nicht aber in den kopfschmerzfreien Phasen.

Informationen zum thema Cluster-Kopfschmerz finden Sie hier:
http://www.clusterkopf.de
http://home.pages.at/clusterkopf/


Machen Sie mit bei einer Studie der Unikinik Aachen
Die Uniklinik Aaachen/D versucht, bei ClusterkopfschmerzpatientInnen dauerhaften Veränderungen der zentralnervösen sensiblen Reizverarbeitung, die durch wiederholte Schmerzreize ausgelöst werden, zu erforschen.
Dieses „Schmerzgedächtnis“ konnte beispielsweise für die Migräne und den Phantomschmerz nachgewiesen werden. Derartige Untersuchungen existieren bisher nicht für den Clusterkopfschmerz.

Nun werden für eine wissenschaftliche Studie ClusterkopfschmerzpatientInnen, die unter episodischem oder chronischem Clusterkopfschmerz leiden, gesucht. Die nicht-invasive Untersuchung besteht aus zwei Teilen (QST, LEP), die an unterschiedlichen Tagen durchgeführt werden.

Bei der quantitativen sensorischen Testung (QST) wird die Sensibilität der Haut auf der Kopfschmerzseite und der gesunden Seite mit mechanischen (Wattebausch, Pinsel, Nadelreizstimulator) und thermischen (kalt, warm, heiß) Reizen untersucht (Zeitbedarf rund 90 Minuten). Bei den Laser-evozierten Potentialen (LEP) wird die Gesichtshaut beidseits mittels kurzer Hitzereize (1 ms Dauer) eines Infrarotlasers stimuliert. Gleichzeitig wird eine Elektroenzephalographie (EEG) mittels Oberflächenelektroden von der Kopfhaut abgeleitet (Zeitbedarf rund 150 Minuten). Die Untersuchungen sollten möglichst in Cluster- und Remissionsperioden erfolgen. Die zu erhebenden Daten werden uns erstmals ein vollständiges Bild der sensiblen Reizverarbeitung beim Clusterkopfschmerz liefern. Die Studie soll zu einem besseren Verständnis der Krankheitsmechanismen beitragen und kann eine Voraussetzung zur Entwicklung einer effektiven vorbeugenden Therapie darstellen. Die Teilnehmer werden jedoch zunächst keinen unmittelbaren Nutzen aus der Studie ziehen können.

Bei Interesse zur Teilnahme oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an:

Univ.-Prof. Dr. med. Jens Ellrich
Universitätsklinikum Aachen
Neurochirurgische Klinik
Pauwelsstraße 30
D- 52074 Aachen
Tel. 0049/241/80-89521
e-mail: jellrich@ukaachen.de

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