Vorbeugung von Migräneanfällen
Helmut P.
ich bin 61 Jahre alt und leide seit meiner Kindheit (bereits in der Volksschule hatte ich Migräneanfälle mit Übelkeit) regelmäßig - zumindest alle 14 Tage - unter Migräne. Von einem Nachlassen der Anfälle wegen meines Alters merke ich noch nichts. Ein Anfall dauert bei mir immer drei Tage, wobei am dritten Tag die Schmerzen nur mehr leicht sind. Trotz Schmerzen und leichter bis arger Übelkeit (brechen muss ich nie) war ich während meiner 40-jährigen Berufstätigkeit wegen der Migräne nie arbeitsunfähig, jedoch manchmal bei der Arbeit (sitzende Bürotätigkeit) beeinträchtigt. Die Schmerzen beginnen zumeist in den frühen Morgenstunden (zwischen 3 und 4 Uhr) oder nach einer anstrengenden Bergtour bei Sonne und Wind. Auffallend ist auch, dass ich oft eine Wochenendmigräne (beginnend am Donnerstag abends) habe. Obwohl ich seit einem Jahr in Pension bin hat sich das nicht geändert. Auslöser kann auch schon eine geringe Menge von Alkohol, vor allem Bier oder Wein, sein. Das einzige Medikament das mir bei einem starken Anfall innerhalb von 1 bis 2 Stunden hilft ist "Zomig". Ich nehme nahezu jede Woche einmal eine solche Tablette. Allerdings kann es sein, dass ich an den beiden folgenden Tagen trotzdem noch leichte Schmerzen habe. Manchmal kann ich einen bevorstehenden Anfall vermeiden, wenn ich Paspertintropfen und nach ca. 15 Minuten zwei Aspirin oder eine Tonopan-Tablette nehme. Manchmal hilft mir bei einem Migräneanfall das Essen von "scharfen Pfefferoni". Ich begründe dies damit, dass mein Magen bei einem Migräneanfall die Verdauung reduziert oder ganz einschränkt und die Pfefforoni die Verdauung wieder anregen. Ich kann mir aber nicht erklären, warum dadurch die Kopfschmerzen leichter werden oder gar verschwinden. Haben Sie dafür eine Erklärung?
Mit freundlichen Grüßen
Expertenantwort:
Sehr geehrter Herr P.,
Wenn Sie Ihre Kopfschmerzen mit Zomig ausreichend behandeln können, ist dies ohnehin eine optimale Art der Behandlung. Da Sie offenbar 4 Tbl. pro Monat benötigen, ist auch die eingenommene Dosis durchaus im vertretbaren Bereich. Was den scharfen Pfefferoni als Therapeutikum betrifft, so gibt es dafür keine eindeutige Erklärung (wobei Substanzen die im Chili vorhanden sind, auch chemische Reaktionen auf den Molekularbereich bestimmter Kopfnerven, die mit der Migräne in Zusammenhang stehen, bewirken können, könnte dies eventuell zur Erklärung dienen. Jedenfalls gibt es gegen eine solche Pfefferonitherapie keinen prinzipieller Einwand.
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